Der kleine Sonnenschein
Frei nach „Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry
Ein kleiner Sonnenschein kam vor 69 Jahren, 2 Monaten und 9 Tagen aus dem unermesslichen Weltall, von einer fernen Sonne, auf unseren Planeten. Wie muss er erschrocken sein! Auf der Erde ging es drunter und drüber. Krieg – ein sinnloses Morden und Töten. Doch Mutter Lina war überglücklich, nannte ihn „mein kleiner Sonnenschein“. Vater Albert freute sich mit ihr.
Der Kleine lachte gern und war ein richtiger Lausbub – nur manchmal war die Sonne umwölkt und es gab Tränen-Regentropfen. Auch im späteren Leben war nicht immer alles Sonnenschein. Doch das erzähle ich Euch ein andermal.
Jetzt geht es im „Wesentlichen“ darum, die Trauer zu verarbeiten, den Verlust anzunehmen. Er wurde von einem langen Leiden erlöst! Es geht ihm besser – daran zweifle ich nicht! Nur seine Hülle, seinen verstorbenen Körper hat er uns zurückgelassen. Er war zu schwer für die lange Reise.
Es gibt so viele Sonnen – vielleicht strahlt er von ganz entfernt? Macht dort seine Späße, will uns zum Lachen bringen? Ohne Telefon und Mikrofon? Wenn ihr fest daran glaubt, könnt ihr ihn verstehen, an ihn zurückdenken und ihm zulächeln. Er wird sich freuen! So wie er sich über jeden Besuch im Krankenhaus gefreut hat.
Das Schönste ist: Ihm können wir bei Sonnenschein zulächeln oder bei Nacht, wenn die Sterne funkeln, da ferne Sonnen wie Sterne aussehen. Und weil wir nicht wissen, wo er jetzt sitzt und strahlt, sollten wir ihm bei Tag und auch bei Nacht immer wieder entgegenlächeln. Das wünscht er sich!